
15 Sept, 19:00 CEST
NS-Dokumentationszentrum, Max-Mannheimer-Platz 1, 80333, München
Im August 1936 eröffnet Adolf Hitler die Olympischen Spiele – eine riesige Propagandainszenierung für die Nationalsozialisten. Möglich durch eine folgenschwere Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) im Jahr 1931, die Spiele in Berlin zu belassen – in einem Land, das bereits Konzentrationslager errichtet und jüdische Sportler*innen systematisch ausschließt. Wie prägt uns diese Entscheidung bis heute? Und: Ist es eine gute Idee, wenn Deutschland sich für das Jahr 2036 – 100 Jahre danach – erneut bewirbt? Diesen Fragen geht eine Staffel des Podcasts Die Entscheidung nach – mit einer sehr persönlichen Geschichte: Der Großvater von BR-Journalistin und Historikerin Astrid Freyeisen hat damals den Rudervierer trainiert, der in Berlin Olympia-Gold gewann. Über die ‚braune Seite‘ dieses Wettkampfs, seinen Einsatz für das NS-Regime, wollte er wie so viele in Deutschland später nie sprechen. Astrid Freyeisen arbeitet diese Geschichte auf – zusammen mit jungen Ruderinnen, die heute in dem Verein ihres Großvaters trainieren. Die Elf- und Zwölfjährigen recherchieren für ein Schulprojekt auch die Geschichten jüdischer Ruderer, die damals bereits aus dem…